Strahlen der Menschen

Es erhebt sich hier die Frage: Wie kommt es, dass zur selben Zeit Menschen aller sieben Strahlen inkarniert sind? Der Grund ist einleuchtend. Der vierte Strahl ist im Kommen und der sechste im Gehen, wodurch sechs Strahlen eine Gelegenheit haben, ihre Egos inkarnieren zu lassen.
Vom vierten Strahl sind derzeit jedoch nur wenige Egos auf Erden, während Egos des sechsten Strahles noch in grosser Zahl existieren; es wird noch etwa 200 Jahre dauern, bis alle Egos des sechsten Strahles ihren Inkarnationszyklus beendet haben.

Was die Egos des ersten Strahles anbelangt, so sind keine reinen Typen des ersten Strahles auf diesem Planeten inkarniert; alle sogenannten Egos des ersten Strahles befinden sich auf dem ersten Unterstrahl des zweiten Hauptstrahles, der in voller Tätigkeit ist. Ein echtes Ego des ersten Strahles in Inkarnation wäre heutzutage ein Unglück. Die Welt besitzt noch nicht die notwendige Intelligenz und Liebe, um den energiegeladenen Willen eines Egos vom Zerstörerstrahl im Gleichgewicht zu halten.

So wie die menschliche Familie eine Beziehung zum Logos unseres Planeten hat, was man am besten so ausdrückt, dass wir Menschen sein Herz und Gehirn sind, ebenso bilden sämtliche analogen Evolutionsprozesse im ganzen Sonnensystem das Herz und Gehirn des Sonnenlogos. Intelligente Tätigkeit und Liebe sind die leuchtenden Merkmale eines hochentwickelten Gottessohnes, während die niedere Sphäre - Geschlechtstrieb und Begierde - den Durchschnittsmenschen und unentwickelten Gottessohn kennzeichnet.

Die sieben Strahlenkräfte, aus dem zentralen Kraftwirbel geboren, mit Leben und Qualität begabt, setzen sich aus ungezählten Myriaden von Energieeinheiten zusammen, denen allen die Aspekte des Lebens eingepflanzt und eingeboren sind, die mit Qualität ausgestattet und imstande sind, nach aussen in Erscheinung zu treten.

In den Lebensbereichen unterhalb des Menschen erzeugt das Zusammenwirken von Leben, Qualität und Erscheinung bewusste Reaktion auf die Umgebung, wobei wir mit dem Worte «Umgebung» alle Lebensimpulse, Eigenschaften und Formen meinen, die in den sieben Strahlen als Synthese aller Emanationen der Gottheit inbegriffen sind.
Im Menschenreich rufen sie bewusste Wahrnehmung und in der Welt des Übermenschen eine harmonische, alles umfassende Synthese hervor.

Alle menschlichen Monaden, die durch den Willen und Wunsch eines Strahlenherrn ins Dasein kommen, sind ein Teil seines Manifestationskörpers. Der Anlage nach bringen sie seine Eigenschaften zum Ausdruck und treten in die Aussenwelt in Anpassung an den jeweils erreichten Grad der Weltentwicklung. «Wie Er ist, so sind auch wir in dieser Welt», doch das ist noch nicht erreicht, sondern eine Möglichkeit, - denn das Ziel der Entwicklung besteht darin, das Mögliche zur Wirklichkeit zu machen und das Schlummernde wachzurufen. Das ist es gerade, was vom Esoteriker erwartet wird: die verborgene Qualität aus dem embryonalen Ruhezustand hervorzuholen.

A. Der abnehmende sechste Strahl.

Der sechste Strahl verfolgt das Ziel, das Denken der Menschen auf ein Ideal hinzulenken, z.B. auf persönliche Opfer und Dienstleistungen; daher war die mystische Schau das hervorstechende Kennzeichen dieser Periode, wie das Erscheinen zahlreicher führender Mystiker im Westen und Osten zeigt.
Der siebte Strahl wird mit der Zeit den Magier hervorbringen. In der jetzigen Epoche wird  der Magier in der Hauptsache ein weisser Magier sein (im Gegensatz zu den Tagen von Atlantis, in denen die eigennützige oder schwarze Magie vorherrschte). Der weisse Magier zieht die Naturkräfte an sich und sendet sie jenen Menschen zu, die genügend entwickelt sind und sie überwachen können.
Dies zeigt sich bereits in der Tätigkeit der Wissenschaftler, die am Ausgang des letzten Jahrhunderts und in diesem Jahrhundert hervortraten. Auch das ist wahr, dass in diesem materialistischen Zeitalter ein gut Teil ihrer magischen Leistungen in selbstsüchtige Bahnen gelenkt wurde und dass manche ihrer klugen und grossen Entdeckungen auf dem Gebiet der Energien heute zu Zwecken missbraucht werden, die dem Hass und der Eigenliebe Nahrung geben. Aber das schmälert in keiner Weise ihre wunderbaren Leistungen.

Wenn sich das Motiv rein wissenschaftlichen Interesses in Liebe und Dank für die von Gott gegebenen Offenbarungen verwandelt hat und wenn der Dienst an der Allgemeinheit die Triebfeder wird, dann werden wir wahre weisse Magie am Werk sehen. Daher muss der Mystiker erst zum Okkultisten werden, und der moderne Aspirant muss zu rechten Motiven, zur Gedankenkontrolle und zur Bruderliebe erzogen werden;

und alle diese Fortschritte müssen und werden in einer vorbildlichen Lebensführung zum Ausdruck kommen. Rechtlichkeit, also die Geisteshaltung, niemandem ein Unrecht oder Leid zuzufügen, niemanden zu verletzen oder zu benachteiligen, - das ist in der heutigen Welt die grösste und wirksamste Kraft. Ich spreche nicht von Mangel an Widerstand, sondern meine jenen positiven Charakterzug, der nichts Übles ausdenkt. Derjenige, der keine bösen Gedanken hat und niemandem Schaden zufügt, ist ein Bürger in Gottes Welt.

B. Der hereinkommende siebte Strahl.
Es mag hier angebracht sein, die den Zeremonien und Riten zu Grunde liegende Idee kurz zu beleuchten. Es herrscht zurzeit so viel Antipathie gegen Zeremonien, und viele gute und verständige Menschen denken, sie seien aus dem Ritus herausgewachsen und hätten nichts mehr damit zu tun. Sie brüsten sich, dass sie eine sogenannte «Emanzipation» erlangt hätten, vergessen aber, dass sie eben durch ihren Individualismus zu dieser Einstellung gekommen sind und dass eine Gruppentätigkeit ohne irgendwelche rituelle Formen nicht möglich ist. Ihre Weigerung, an Handlungen teilzunehmen, die für alle einheitlich sind, ist also kein Zeichen einer emanzipierten Seele.

Der hereinkommende siebte Strahl wird zu diesem erwünschten Ziel führen, und die Mystiker, die sich in der Handhabung okkulter Motive und in den Methoden eines Berufsmagiers ausbilden, werden sich immer verständnisvoller für den Plan einsetzen können; sie werden an jenen Grundriten teilnehmen, die den Ritualisten befähigen:

a. Die Kräfte  des Planeten zum Wohl der Menschheit dienstbar zu machen.

b. Jene Energien auszusenden, die in einem der Naturreiche eine erwünschte und wohltätige Entwicklungsphase einleiten.

c. Die Energien, die in allen Formen der unteren Naturreiche vorhanden sind, zu sammeln und neu zu verteilen.

d. Durch die wissenschaftliche Methode der Vereinigung von Seele und Körper Heilwirkungen zu erzielen.

e. Durch richtiges Verstehen der Lichtenergie Erleuchtung zu bringen

Zusammenfassung:

1. Die Seele ist Gottes Sohn, hervorgegangen aus der Vereinigung von Geist und Materie.

2. Die Seele ist ein Gefäss für bewusste Denkkraft, für das Bewusstsein von Gottes eigenen Gedanken, wenn man es so ausdrücken will.

3. Die Seele ist eine Energieeinheit, die mit einem der sieben Strahlenwesen übereinstimmend vibriert und von diesem besonderen Strahl ihr Licht erhält.

Die Persönlichkeit der Seele ist dazu bestimmt, Liebe zu verkörpern, die mit Intelligenz gepaart ist und jene «anziehenden» Formen zu schaffen, die solche Intelligenz und Liebe zum Ausdruck bringen können.
Die Seele ihrerseits ist dazu bestimmt, Gottes Absicht und Willen zu erfüllen und diese verständig für das grosse Schöpfungswerk zu benutzen, das durch die Kraft schöpferischer Liebe hervorgebracht wurde.

Die Seele vermittelt über die Gehirnbahnen Offenbarungen; sie ergiesst ihr Licht in die Gehirnzellen und erhellt so immer mehr den Weg des Menschen.
Das Gehirn ist für die Seele eine Art von Auge, durch das sie in die sichtbare Welt hinausschaut; dieselbe Funktion hat die Seele der Monade gegenüber, deren Auge sie ist; und in einem einzigartigen und okkulten Sinn stellt das vierte Naturreich unseres Planeten das Auge der planetarischen Gottheit dar. Das Gehirn ist die Registrierungszentrale für sieben Sinne:

1. Gehör

2. Gefühl

3. Gesicht

4. Geschmack

5. Geruch

6. Verstand, als regulärer Sinn

7. Die Intuition als Fähigkeit, Zusammenhänge zu erfassen

Gewisse Ereignisse, die während der nächsten 100 Jahre eintreten werden, lassen sich z.Zt. vorhersagen.

Erstens, in ungefähr 10 Jahren wird der erste Äther mit allem, was aus dieser Materie besteht, eine wissenschaftlich anerkannte Tatsache sein; mit Intuition begabte Wissenschaftler werden die Devas dieser Ebene erstmals wahrnehmen. Menschen, die unter diesem Strahl zur Inkarnation kommen, werden Augen haben, die ein neues Sehvermögen besitzen, das ihnen ermöglicht, die purpurnen Devas und die niederen Devas der Ätherwelt zu erschauen.

Zweitens, wenn der Avatar, den Engel und Menschen erwarten, unter uns auf diesem physischen Erdengrund erscheinen wird, wird er nicht nur einige der grossen Seelen und Meister mit sich bringen, er wird auch eine Anzahl von grossen Devas (Engel) um sich geschart haben, die für die Entwicklung der niederen Devas die gleiche Erziehungsarbeit durchführen, wie die Meister es für die Menschen tun. Man darf nicht übersehen, dass die Evolution des Menschen nur eine von vielen ist; die jetzige Zeit ist auch für die Devas eine Krisenzeit.

Sie sind aufgerufen worden, der Menschheit näher zu kommen und - mit ihrer höheren Vibration und ihrem überlegenen Wissen - ihre Kräfte mit denen der Menschheit zu vereinen, um so den Fortschritt beider Evolutionen zu fördern. Devas besitzen ein reiches Wissen über Farben und Töne, und sie haben einen Einfluss auf die ätherischen Körper von Menschen und von Tieren. Wenn man das, was sie uns geben können, erfasst haben wird, dann werden körperliche Krankheiten verschwinden und es wird sich das Hauptinteresse auf diejenigen Gebrechen richten, die den astralen- oder Gefühlskörper befallen.

Diese violetten Devas der vier Ätherbereiche bilden bekanntlich vier grosse Gruppen mit sieben Unterabteilungen. Diese vier Gruppen suchen die vier Menschentypen, die jetzt inkarniert sind, zu beeinflussen; es ist eine unumstössliche Tatsache, dass in der jetzigen Evolutionsrunde niemals mehr als vier Typen von Menschen in Inkarnation sind.

Stets dominieren vier Strahlen in jeder Periode und einer davon ist stärker als die restlichen drei.
Das will besagen, dass nur vier Strahlen auf diese physische Welt Einfluss haben; auf  der Seelenebene wirken natürlich alle sieben Strahlenarten. Die Zahl vier findet sich überall, die vier Kasten in Indien haben z.B. hier ihre Wurzel. Die vier Gruppen von Devas sind eine Schar von Helfern des himmlischen Vaters und es ist ihre besondere Aufgabe, mit den Menschen in Verbindung zu treten und ihnen ganz bestimmte und experimentelle Anleitungen zu geben.

Sie werden Instruktionen über die Wirkungen von Farben als Therapie für Krankheiten geben, besonders über die Anwendung von violettem Licht zur Bekämpfung menschlicher Leiden und zur Heilung von solchen Krankheiten, die ihre Wurzel im ätherischen Körper (dem Gegenstück des physischen Körpers) haben.

Sie werden den Menschen lehren, die ätherische Welt zu sehen, und sie werden dies in der Weise tun, dass sie die menschlich Schwingungsfrequenz durch Übertragung ihrer eigenen Vibration erhöhen.

Sie werden den materialistischen Denkern beweisen, dass es überbewusste Zustände - nicht allein übermenschliche - gibt, und sie werden die bisher nicht bekannte Tatsache beweisen, dass hier auf Erden ausser den Menschen auch noch andere Wesen ihre Heimat haben.

Sie werden ferner lehren, wie Töne zu produzieren sind, die den Schattierungen von violett entsprechen; diese fein abgestuften Tonklänge werden den Menschen befähigen, sich die ätherische Substanz so dienstbar zu machen, wie er heute irdische Materie für verschiedene Zwecke verwendet.

Sie werden den Menschen instand setzen, die Äthersubstanzen so zu beherrschen, dass das Gesetz der Schwere für sie eine Wandlung erfährt; die Fortbewegung wird intensiver und schneller sein, mehr dahingleitend und weniger geräuschvoll, und daher weniger ermüdend. Durch Beherrschung der ätherischen Bereiche werden die Strapazen verringert, der Verkehr wird beschleunigt und die Zeit besser ausgenützt. Solange nicht diese Prophezeiung zum bewussten Erlebnis wird, wird diese Eröffnung dunkel bleiben.

Sie werden ferner den Menschen die richtige Ernährung des Körpers sowie das lehren, wie man von dem umgebenden Äther die notwendige Nahrung gewinnen kann. Man wird in Zukunft mehr Gewicht auf einen vollwertigen ätherischen Körper legen als auf den organischen Körper, denn dieser wird dann automatisch in richtiger [125] Weise funktionieren.

Sie werden die Menschen in ihrer Gesamtheit, nicht als Einzelindividuen, befähigen, ihr Bewusstsein so zu erweitern, dass sie auch das Übersinnliche erfassen können. Man halte sich dabei stets vor Augen, dass dies alles dadurch ermöglicht wird, dass das unsichtbare Netzgewebe, das die physische Ebene von der astralen trennt, von den Wissenschaftlern entdeckt und dessen Zweck schliesslich verstanden werden wird. Zugleich mit dieser Entdeckung wird sich die Fähigkeit einstellen, das astrale Gewebe zu durchdringen und auf diese Weise eine bewusste Verbindung mit dem Astralkörper des Menschen herzustellen.

Was wird sich sonst noch ereignen und wie sollen diese Devas erforscht werden?

Während der nächsten 15 Jahre werden die Menschen - oft unbewusst - immer mehr Aufschlüsse erhalten, die von jenen Devas ausgehen, mit denen sie verbunden sind. Das wird fürs erste auf telepathischem Weg geschehen. Ärzte bekommen schon heute viele Aufschlüsse durch gewisse Devas. Es gibt zwei grosse Devas, die zu der grünen Gruppe auf den mentalen Ebenen gehören, welche diese Unterweisungen fördern; manche Ärzte erhalten viel innere Hilfe von einem violetten Deva, der auf der atomischen Unterebene der physischen Ebene tätig ist und von einem Deva der Kausalebene unterstützt wird, der die Egos der Ärzte beeinflusst. Je mehr die Menschen lernen, diese Devas zu verspüren und zu erkennen, umso reichere Belehrungen werden sie empfangen. Die Devas belehren auf dreierlei Art:

a. auf telepathischem Weg durch intuitive Beeindruckung;

b. durch Entfaltung von Farben als äusseres Zeichen der Zustimmung, dass der eingeschlagene Weg der richtige ist;
c. durch besondere musikalische Töne und Klänge, die in den Ätherwellen Schwingungen verursachen, die dann ihrerseits Gedankenformen produzieren.

 

 

 

Strahlen in Aktivität

Erster Strahl:       nicht tätig.
Zweiter Strahl:     in Funktion seit      1575 n. Chr.
Dritter Strahl:       in Funktion seit      1425 n. Chr.
Vierter Strahl:      kommt nach           2025 n. Chr. langsam in Erscheinung.
Fünfter Strahl:      in Tätigkeit seit       1775 n. Chr.
Sechster Strahl: verschwindet rasch. Das Nachlassen setzte im Jahre 1625 n. Chr. ein.
Siebter Strahl:      trat 1675 n. Chr. in Aktion.

Der Leser wird sich erinnern, dass drei Strahlen in ihrem okkulten Werk pausieren und dass vier Strahlen in verschiedener Intensität tätig sind. Wir wollen diese Tatsache kurz wiederholen, um sie völlig klar zu haben:

Die Strahlen Nr. I, IV und VI sind zurzeit ausser Funktion. Der sechste Strahl begann erst vor 300 Jahren seinen Einfluss zu vermindern; aber noch heute kann seine Machtfülle, wenn auch stark geschwächt, wahrgenommen werden.

Die Strahlen Nr. II, III, V und VII sind alle aktiv. Der folgende Aufschluss mag eine vergleichsweise Vorstellung von den «Strahlenwerten» geben.

Strahl Nr. III war am längsten wirksam; doch im Jahr 1875 erreichte er - im okkulten Sinne - seine höchste Wirkkraft, er «begann sich umzudrehen und zurückzukehren». Er hat daher gerade erst begonnen, an Energie abzunehmen. Wenn ein solches Ereignis im Verein mit einer anderen Energieart stattfindet, so ist die Folge [349] stets eine Verhärtung, die darauf aus ist «starre Formen zu bilden, die eine baldige Zerstörung heraufbeschwören».
Das führt dazu, dass sich im Gedankenleben Ideen versteifen und festfahren; es ist klar, dass infolgedessen in den späteren Tätigkeitsstadien eines solchen Strahls dogmatische, sektiererische und theologische Grundsätze auftreten, die einen Verfall darstellen und alle die verschiedenen Geistesrichtungen wertlos machen, die seinerzeit den Standard menschlicher Ideen verkörpert und in ihrer Blütezeit dem Menschen vollauf genügt und gedient hatten.

Strahl Nr. II hat einen schnell wiederkehrenden Zyklus. Das kommt von seiner ausserordentlichen Stärke her. Es ist der grosse Strahl unseres Sonnensystems (denn alle anderen Strahlen sind nur seine Aspekte), der sozusagen niemals ausser Tätigkeit ist. Nichtsdestoweniger gibt es dauernd Zyklen zu- und abnehmender Stärke; sie kommen durch das Wechselspiel der Strahlen zustande, die, wie es in den alten Archiven heisst, «das Eindringen eines der sieben Brüder bewirken, der das Tor verlegt, durch das die Energien einströmen und die das Verschwinden jenes strahlenden Bruders verursachen, der seinen Weg geht und hinter sich eine Tür offenhält, durch die ein anderer Bruder hindurchgehen kann, um die ihm aufgetragene Mission zu erfüllen». Diese symbolische Sprache ist klar verständlich.
Die Zyklen des zweiten Strahls sind voller Energie und kehren zurzeit in regelmässigem Rhythmus wieder; während der 25'000 Jahre eines Tierkreiszyklus folgen sie einander in Abständen von 500 Jahren. So begann im Jahre 1825, als 250 Jahre vorüber waren, seine Wirkung nachzulassen.
Durch den allmählich schwindenden Einfluss dieses Strahls trat in der Welt Uneinigkeit auf, als deren Folge die europäischen Kriege und der grosse Weltkrieg entstanden. Dieser Strahl wird bis 2075 immer schwächer werden. Das bedeutet nicht unbedingt, dass irdische Streitigkeiten zunehmen müssen und Kriege an der Tagesordnung sein werden. Die Menschen sind heute viel stärker für Strahleneinflüsse empfänglich; daher ist die Hierarchie mit ihrem wachsamen Auge [350] imstande, Schäden (durch Anregen der seelischen Kräfte und dadurch, dass gewisse Nationen auf die innere Führung schneller reagieren) zu neutralisieren. Das wirft ein interessantes Streiflicht auf die ungeheure Bedeutung, welche diesen zyklischen Ereignissen zukommen.

Strahl V ist der letzte der Strahlen, der in Tätigkeit kam und ist gerade dabei, zu neuem kraftvollem Einfluss zu kommen. Er nimmt ständig an Intensität zu, und sein Einfluss wird die Menschheit in neue Wissensgebiete führen. Seine Energie stürmt zurzeit auf das Denken der Menschen ein und ruft jenen inneren Antrieb hervor, der dem wissenschaftlichen Suchen nach Wahrheit auf allen Gebieten zugrunde liegt. Er ist auch der Strahl, der den Persönlichkeitsaspekt des vierten Naturreiches beherrscht und er ist ferner einer der Strahlen, der unsere arische Rasse modelt und formt; daher ist seine gegenwärtige Machtfülle ungemein stark. Diesen Punkt sollte man sorgfältig beachten, denn er erklärt so vieles, was sich heute in der Welt der Gedanken abspielt.

Strahl Nr. VII ist auch in Manifestation und zwar seit dem Jahr 1675.
Der Herr der zeremoniellen Ordnung oder Magie kommt jetzt zur Herrschaft und lässt seinen Druck langsam, aber sicher fühlen. Sein Einfluss auf die physische Ebene [26] ist ausserordentlich stark, da eine zahlenmässige Beziehung besteht (zum Beispiel) zwischen dem Herrn des siebten Strahles und der siebten Ebene, der physischen, ebenso wird die siebte Wurzelrasse eine völlige Harmonie und vollendete Ausdrucksverleihung von Gesetz und Ordnung erleben. Das Hereinkommen dieses Strahles ist bis zu einem gewissen Grad für die derzeitige Tendenz in der politischen Welt verantwortlich, die Gewaltherrschaft eines Diktators oder einer Machtgruppe zu begünstigen.

Das wundervolle Wechselspiel der gemischten Energien ist zu dieser Zeit sehr bemerkenswert, da so viele Strahlen gleichzeitig aktiv sind oder eben erst an Wirksamkeit verlieren (und daher nicht völlig übergangen werden können). Andere stehen hinter der Kulisse, jederzeit bereit, zu einem neuen Gastspiel aufzutreten und ihre Tätigkeit wieder aufzunehmen. Nur ein Strahl ist heute völlig ausser Manifestation und wirkt hinter der Bühne, das ist der erste Strahl. Erst wenn ein Mensch ins Stadium eines akzeptierten Jüngers eintritt, macht sich der erste Strahl bemerkbar und kommt zur Geltung. Seine Kraft nimmt zu, je mehr Boden auf dem Pfad der Jüngerschaft gewonnen wird. So beginnt auf der inneren Seite des Lebens eine ständig zunehmende Menschengruppe sich zu bilden, die imstande ist, unter dem Einfluss des ersten Strahls zu wirken.
Wenn eine [351] genügende Zahl solcher Menschensöhne vorhanden ist, wird ihre vereinte Aufnahmefähigkeit eine Empfangsanlage bilden, durch die der erste Strahl einströmen und zur Betätigung kommen kann. Das ist eine der Hauptbemühungen und - Ziele der Hierarchie. Wenn die Menschheit einmal die Folgen, die auf Strahleneinflüsse zurückzuführen sind, richtig verstehen wird, dann werden wir auf ein Naturgesetz stossen, das bisher noch unentdeckt ist. Dieses fragliche Gesetz gehört zu dem Ressort des Regenten der Erde, des Manu.

Es mag hier die Bemerkung von Interesse sein, dass der Strahl VI den Bewährungspfad beeinflusst und die Feuer des Idealismus in dem Aspiranten nährt.

Strahl Nr. II beherrscht den Pfad der Jüngerschaft, verwandelt Wissen in Weisheit und nährt gleichzeitig das Christusleben in jedem Jünger.

Strahl Nr. I regiert den Pfad der Einweihung; er ruft Loslösung von der Formwelt hervor, zerstört alle Hindernisse und lässt in dem Eingeweihten jenen dynamischen Willen aufkommen, der ihm ermöglicht, die nötigen Schritte zu tun, um den Initiator zu erreichen.

Wir wollen hier nochmals beachten, dass die Strahlen in zwei Gruppen geteilt werden:

1. Die Strahlen der Aspekte l., 2., 3. Strahl. Die Hauptstrahlen.

2. Die Strahlen der Attribute 4., 5., 6., 7. Strahl. Die kleineren Strahlen.

 

Definition der 7 Strahlen

Das Licht in 3 facher Qualität
I         Wille, Kraft (Ideen) als Kraftstrom betätigt, tritt als Macht in Erscheinung
II       Liebe, (Ideale) bringt in ihrer magnetischen Natur Weisheit hervor,
III      Intelligenz, (Idole) gebunden und schlummernd in Substanz hat Tätigkeit zur Folge
und mit den 4 Attributen den 4 Strahlen,
IV      Harmonie durch Konflikt, Intuition, Schönheit, Kunst,  und im Pflanzenreich Schönheit oder Harmonie
V       Konkretes Wissen oder Wissenschaft, das Denkvermögen
VI      Devotion, abstrakter Idealismus(Hingabe),  im Pflanzenreich idealistische Hingabe
VII     Zeremonielle Ordnung oder Magie, Riten, Organisation

Die Menschheit, die Gegenstand dieser Abhandlung ist, ist ein Ausfluss der göttlichen Lebensessenz und jeder Mensch kam durch den einen oder anderen der sieben Strahlkräfte ins Dasein. Die spezifische Eigenart seiner Seele hängt von der Eigenschaft desjenigen Strahls ab, der ihm Leben einhauchte und seine äussere Natur wird von jenem Strahlenleben bestimmt, das - in zyklischem Kommen und Gehen - die jeweiligen Qualitäten des menschlichen Lebens und der Erscheinungsformen in den Naturreichen vorschreibt. Die Natur oder Qualität der Seele bleibt während einer ganzen Weltperiode unverändert; dagegen verändert sich das äussere Leben und die Beschaffenheit ihrer Erscheinungsform von einem Leben zum andern und dies hängt von den Bedürfnissen der jeweiligen Zeitepoche und den Bedingungen der Umwelt ab; dieser letztere Faktor wird durch den oder die Strahlen bestimmt, die gerade zu der Zeit wirksam sind.

Die Art oder Methode der Menschheitsentwicklung ist durch die Worte «Selbstverwirklichung» und Selbsterkennen» gekennzeichnet. Wenn dieser Prozess das Endziel erreicht hat, ist das voll entfaltete Selbst identisch mit dem Einen Selbst oder Strahlenleben, und die erworbene [143] «Erkenntnis» gipfelt in der Entdeckung, dass sich Gott als die Qualität seiner ganzen Schöpfung und als der Lebensodem, der hinter aller Erscheinung und Qualität pulsiert, offenbart. Die sieben Strahlenleben oder Seelentypen enthüllen sich dann als Wesensäusserung eines einzigen Lebens und alle Vielheit verschwindet in der Vision dieses Einen und in dem Einswerden mit IHM.

Die angewandte Methode, um diese letzte Erkenntnis zu erringen, ist der Weg schrittweiser Erfahrung; er beginnt mit der Menschwerdung als Einzelwesen und endet mit Einweihungen; dadurch wird Leben - Qualität - Erscheinung in vollkommenster Weise verschmolzen und zum Ausdruck gebracht.

Der Strahl des Ego.

Für unser Studium über den Strahl des Ego (oder den Strahl der Seele) mögen zunächst einige Grundsätze erwähnt und in vierzehn Thesen zusammengefasst werden:

1. Jedes menschliche Ego ist mit einem der sieben Strahlen verknüpft.

2. Alle Egos, die mit dem vierten, fünften, sechsten und siebten Strahl zusammenhängen, müssen sich später, nach der dritten Einweihung, den drei Hauptstrahlen, welche die monadischen Strahlen sind, zugesellen.

3. Der monadische Strahl eines jeden Ego gehört zu einem der drei Hauptstrahlen; die Menschensöhne sind entweder
- Monaden der Kraft,
- Monaden der Liebe oder
- Monaden der Intelligenz.

4. Für unsere besonderen Zwecke beschränken wir unsere Aufmerksamkeit auf die sieben Seelengruppen, die mit irgend-einem der sieben Strahlen (oder göttlichen Energieströme) verbunden sind.

5. Während des grössten Teiles unserer Inkarnationen, in denen wir Rassen- und Lebenserfahrungen sammeln, werden wir nacheinander und später gleichzeitig beherrscht:

a. von unserem physischen Körper, der von jenem Strahl kontrolliert wird, der alle Atome des Körpers beeinflusst;

b. von unseren Gefühlen und Begierden, die von jenem Strahl beeinflusst und kontrolliert werden, der alle astralen Atome durchdringt und imprägniert;

c. von der Denksubstanz (oder der mentalen Konstitution) sowie von der besonderen Art und Eigenschaft jenes Strahls, der die atomische Qualität dieses Körpers bestimmt.

d. Später beginnt, auf der physischen Ebene, der Seelenstrahl sich in diesen drei Körpern zu betätigen, die, wenn sie als verbundene Einheit funktionieren, die Persönlichkeit darstellen. Dieser Zusammenschluss bildet die wirkungsvolle Grundlage für eine Inkarnation und ruft solche Inkarnationen hervor, in denen der Persönlichkeitsstrahl zur vollen Entfaltung kommen kann. Die drei Körper mit ihrem Eigenleben bilden dann die drei Aspekte oder Strahlen des niederen Selbst

 

Strahlen der Nationen

 

Nation

Persönlichkeitsstrahl

Egoischer Strahl

Motto

Indien

4. Strahl der Kunst

1. Strahl der Regierung

Ich verberge das Licht

China

3. Strahl des Intellekts

1. Strahl der Regierung

Ich zeige den Weg an

Deutschland

1. Strahl der Macht

4. Strahl der Kunst

Ich bewahre

Frankreich

3. Strahl des Intellekts

5. Strahl des Wissens

Ich setze das Licht frei

Grossbritannien

1. Strahl der Macht oder Regierung

2. Strahl der Liebe

Ich diene

Italien

4. Strahl der Kunst

6. Strahl des Idealismus

Ich bahne die Pfade

U S A

6. Strahl des Idealismus

2. Strahl der Liebe

Ich erhelle den Weg

Russland

6. Strahl des Idealismus

7. Strahl der Magie und Ordnung

Ich verbinde zwei Wege

Österreich

5. Strahl des Wissens

4. Strahl der Kunst

Ich diene dem erhellten Pfad

Spanien

7. Strahl der Ordnung

6. Strahl des Idealismus

Ich zerstreue die Wolken

Brasilien

2. Strahl der Liebe

4. Strahl der Kunst

Ich verberge den Samen

 

C. Die Seele ist ein Lichtwesen, das durch eine bestimmte Strahlvibration seine Tönung erhält (Worte haben hier ihre Grenze und können leicht verwirren);
sie ist ein Zentrum schwingender Energie, das im Innern der Form für die Dauer der Wirksamkeit eines Strahles seinen Wohnsitz hat.
Sie gehört zu einer der sieben Gruppen, die aus Millionen von Einzelwesen bestehen, die in ihrer Gesamtheit das Eine Gottesleben darstellen.
Eben wegen ihrer Art oder Beschaffenheit ist die Seele in dreierlei Hinsicht bewusst:
- sie ist gottbewusst,
- gruppenbewusst und
- eigenbewusst. Dieses Eigenbewusstsein kommt während des körperlichen Daseins eines Menschen zum vollen Durchbruch; beim Gruppenbewusstsein besteht der menschliche Bewusstseinszustand weiter, aber es kommt dazu ein Gewahrwerden des - schrittweise entfalteten - eigenen Strahlenlebens.

 

7 Strahlen

Abhandlung über die kosmischen 7 Strahlen

Die Menschheit, die Gegenstand dieser Abhandlung ist, ist ein Ausfluss der göttlichen Lebensessenz und jeder Mensch kam durch den einen oder anderen der sieben Strahlkräfte ins Dasein.

Die spezifische Eigenart seiner Seele hängt von der Eigenschaft desjenigen Strahls ab, der ihm Leben einhauchte und seine äussere Natur wird von jenem Strahlenleben bestimmt, das - in zyklischem Kommen und Gehen - die jeweiligen Qualitäten des menschlichen Lebens und der Erscheinungsformen in den Naturreichen vorschreibt. Die Natur oder Qualität der Seele bleibt während einer ganzen Weltperiode unverändert; dagegen verändert sich das äussere Leben und die Beschaffenheit ihrer Erscheinungsform von einem Leben zum andern und dies hängt von den Bedürfnissen der jeweiligen Zeitepoche und den Bedingungen der Umwelt ab; dieser letztere Faktor wird durch den oder die Strahlen bestimmt, die gerade zu der Zeit wirksam sind.

In den nachfolgenden Unterseiten sind Abschnitte aus
„Eine Abhandlung über die sieben Strahlen" von  A. Bailey
beschrieben

Es existiert nur eine einzige Lebensquelle, die sich primär durch sieben Grundqualitäten oder Aspekte und sekundär durch ungezählte Variationen von Formen manifestiert.

Es gibt eine Widerspiegelung auf der sichtbaren Seite durch die 7 Regenbogenfarben, durch die Aufspaltung eines Lichtstrahl in einem Prisma in die 7 Grundfarben. Zusammen geben diese wieder das weiße Licht und durch Kombinationen entsteht die Vielzahl des gesamten Farbspektrums.

Das SEIENDE hat sich als Licht in unzähligen Monaden (Lichtquanten) manifestiert. Diese Lichtquanten sind einem der Lichtqualitäten bzw. Lichtattributen zugeordnet. Entsprechend prägen sie sich aus und erfüllen ihre Aufgabe.

Die Monade ist jene Lebensäusserung, die sich im Einklang mit allen sieben Lebensströmen betätigt. Die  Monaden, sieben Strahlen und Myriaden von Formen, - das ist das Gerüst des manifestierten Weltalls.

Alles ist Energie und alles schwingt, selbst die festeste Materie hat schwingende Atome.

Inhaltsverzeichnis

  1. Definition der 7 Strahlen
  2. Strahlen der Nationen
  3. Strahlen in Aktivität
  4. Strahlen der Menschen