Strahlen der Menschen

Es erhebt sich hier die Frage: Wie kommt es, dass zur selben Zeit Menschen aller sieben Strahlen inkarniert sind? Der Grund ist einleuchtend. Der vierte Strahl ist im Kommen und der sechste im Gehen, wodurch sechs Strahlen eine Gelegenheit haben, ihre Egos inkarnieren zu lassen.
Vom vierten Strahl sind derzeit jedoch nur wenige Egos auf Erden, während Egos des sechsten Strahles noch in grosser Zahl existieren; es wird noch etwa 200 Jahre dauern, bis alle Egos des sechsten Strahles ihren Inkarnationszyklus beendet haben.

Was die Egos des ersten Strahles anbelangt, so sind keine reinen Typen des ersten Strahles auf diesem Planeten inkarniert; alle sogenannten Egos des ersten Strahles befinden sich auf dem ersten Unterstrahl des zweiten Hauptstrahles, der in voller Tätigkeit ist. Ein echtes Ego des ersten Strahles in Inkarnation wäre heutzutage ein Unglück. Die Welt besitzt noch nicht die notwendige Intelligenz und Liebe, um den energiegeladenen Willen eines Egos vom Zerstörerstrahl im Gleichgewicht zu halten.

So wie die menschliche Familie eine Beziehung zum Logos unseres Planeten hat, was man am besten so ausdrückt, dass wir Menschen sein Herz und Gehirn sind, ebenso bilden sämtliche analogen Evolutionsprozesse im ganzen Sonnensystem das Herz und Gehirn des Sonnenlogos. Intelligente Tätigkeit und Liebe sind die leuchtenden Merkmale eines hochentwickelten Gottessohnes, während die niedere Sphäre - Geschlechtstrieb und Begierde - den Durchschnittsmenschen und unentwickelten Gottessohn kennzeichnet.

Die sieben Strahlenkräfte, aus dem zentralen Kraftwirbel geboren, mit Leben und Qualität begabt, setzen sich aus ungezählten Myriaden von Energieeinheiten zusammen, denen allen die Aspekte des Lebens eingepflanzt und eingeboren sind, die mit Qualität ausgestattet und imstande sind, nach aussen in Erscheinung zu treten.

In den Lebensbereichen unterhalb des Menschen erzeugt das Zusammenwirken von Leben, Qualität und Erscheinung bewusste Reaktion auf die Umgebung, wobei wir mit dem Worte «Umgebung» alle Lebensimpulse, Eigenschaften und Formen meinen, die in den sieben Strahlen als Synthese aller Emanationen der Gottheit inbegriffen sind.
Im Menschenreich rufen sie bewusste Wahrnehmung und in der Welt des Übermenschen eine harmonische, alles umfassende Synthese hervor.

Alle menschlichen Monaden, die durch den Willen und Wunsch eines Strahlenherrn ins Dasein kommen, sind ein Teil seines Manifestationskörpers. Der Anlage nach bringen sie seine Eigenschaften zum Ausdruck und treten in die Aussenwelt in Anpassung an den jeweils erreichten Grad der Weltentwicklung. «Wie Er ist, so sind auch wir in dieser Welt», doch das ist noch nicht erreicht, sondern eine Möglichkeit, - denn das Ziel der Entwicklung besteht darin, das Mögliche zur Wirklichkeit zu machen und das Schlummernde wachzurufen. Das ist es gerade, was vom Esoteriker erwartet wird: die verborgene Qualität aus dem embryonalen Ruhezustand hervorzuholen.

A. Der abnehmende sechste Strahl.

Der sechste Strahl verfolgt das Ziel, das Denken der Menschen auf ein Ideal hinzulenken, z.B. auf persönliche Opfer und Dienstleistungen; daher war die mystische Schau das hervorstechende Kennzeichen dieser Periode, wie das Erscheinen zahlreicher führender Mystiker im Westen und Osten zeigt.
Der siebte Strahl wird mit der Zeit den Magier hervorbringen. In der jetzigen Epoche wird  der Magier in der Hauptsache ein weisser Magier sein (im Gegensatz zu den Tagen von Atlantis, in denen die eigennützige oder schwarze Magie vorherrschte). Der weisse Magier zieht die Naturkräfte an sich und sendet sie jenen Menschen zu, die genügend entwickelt sind und sie überwachen können.
Dies zeigt sich bereits in der Tätigkeit der Wissenschaftler, die am Ausgang des letzten Jahrhunderts und in diesem Jahrhundert hervortraten. Auch das ist wahr, dass in diesem materialistischen Zeitalter ein gut Teil ihrer magischen Leistungen in selbstsüchtige Bahnen gelenkt wurde und dass manche ihrer klugen und grossen Entdeckungen auf dem Gebiet der Energien heute zu Zwecken missbraucht werden, die dem Hass und der Eigenliebe Nahrung geben. Aber das schmälert in keiner Weise ihre wunderbaren Leistungen.

Wenn sich das Motiv rein wissenschaftlichen Interesses in Liebe und Dank für die von Gott gegebenen Offenbarungen verwandelt hat und wenn der Dienst an der Allgemeinheit die Triebfeder wird, dann werden wir wahre weisse Magie am Werk sehen. Daher muss der Mystiker erst zum Okkultisten werden, und der moderne Aspirant muss zu rechten Motiven, zur Gedankenkontrolle und zur Bruderliebe erzogen werden;

und alle diese Fortschritte müssen und werden in einer vorbildlichen Lebensführung zum Ausdruck kommen. Rechtlichkeit, also die Geisteshaltung, niemandem ein Unrecht oder Leid zuzufügen, niemanden zu verletzen oder zu benachteiligen, - das ist in der heutigen Welt die grösste und wirksamste Kraft. Ich spreche nicht von Mangel an Widerstand, sondern meine jenen positiven Charakterzug, der nichts Übles ausdenkt. Derjenige, der keine bösen Gedanken hat und niemandem Schaden zufügt, ist ein Bürger in Gottes Welt.

B. Der hereinkommende siebte Strahl.
Es mag hier angebracht sein, die den Zeremonien und Riten zu Grunde liegende Idee kurz zu beleuchten. Es herrscht zurzeit so viel Antipathie gegen Zeremonien, und viele gute und verständige Menschen denken, sie seien aus dem Ritus herausgewachsen und hätten nichts mehr damit zu tun. Sie brüsten sich, dass sie eine sogenannte «Emanzipation» erlangt hätten, vergessen aber, dass sie eben durch ihren Individualismus zu dieser Einstellung gekommen sind und dass eine Gruppentätigkeit ohne irgendwelche rituelle Formen nicht möglich ist. Ihre Weigerung, an Handlungen teilzunehmen, die für alle einheitlich sind, ist also kein Zeichen einer emanzipierten Seele.

Der hereinkommende siebte Strahl wird zu diesem erwünschten Ziel führen, und die Mystiker, die sich in der Handhabung okkulter Motive und in den Methoden eines Berufsmagiers ausbilden, werden sich immer verständnisvoller für den Plan einsetzen können; sie werden an jenen Grundriten teilnehmen, die den Ritualisten befähigen:

a. Die Kräfte  des Planeten zum Wohl der Menschheit dienstbar zu machen.

b. Jene Energien auszusenden, die in einem der Naturreiche eine erwünschte und wohltätige Entwicklungsphase einleiten.

c. Die Energien, die in allen Formen der unteren Naturreiche vorhanden sind, zu sammeln und neu zu verteilen.

d. Durch die wissenschaftliche Methode der Vereinigung von Seele und Körper Heilwirkungen zu erzielen.

e. Durch richtiges Verstehen der Lichtenergie Erleuchtung zu bringen

Zusammenfassung:

1. Die Seele ist Gottes Sohn, hervorgegangen aus der Vereinigung von Geist und Materie.

2. Die Seele ist ein Gefäss für bewusste Denkkraft, für das Bewusstsein von Gottes eigenen Gedanken, wenn man es so ausdrücken will.

3. Die Seele ist eine Energieeinheit, die mit einem der sieben Strahlenwesen übereinstimmend vibriert und von diesem besonderen Strahl ihr Licht erhält.

Die Persönlichkeit der Seele ist dazu bestimmt, Liebe zu verkörpern, die mit Intelligenz gepaart ist und jene «anziehenden» Formen zu schaffen, die solche Intelligenz und Liebe zum Ausdruck bringen können.
Die Seele ihrerseits ist dazu bestimmt, Gottes Absicht und Willen zu erfüllen und diese verständig für das grosse Schöpfungswerk zu benutzen, das durch die Kraft schöpferischer Liebe hervorgebracht wurde.

Die Seele vermittelt über die Gehirnbahnen Offenbarungen; sie ergiesst ihr Licht in die Gehirnzellen und erhellt so immer mehr den Weg des Menschen.
Das Gehirn ist für die Seele eine Art von Auge, durch das sie in die sichtbare Welt hinausschaut; dieselbe Funktion hat die Seele der Monade gegenüber, deren Auge sie ist; und in einem einzigartigen und okkulten Sinn stellt das vierte Naturreich unseres Planeten das Auge der planetarischen Gottheit dar. Das Gehirn ist die Registrierungszentrale für sieben Sinne:

1. Gehör

2. Gefühl

3. Gesicht

4. Geschmack

5. Geruch

6. Verstand, als regulärer Sinn

7. Die Intuition als Fähigkeit, Zusammenhänge zu erfassen

Gewisse Ereignisse, die während der nächsten 100 Jahre eintreten werden, lassen sich z.Zt. vorhersagen.

Erstens, in ungefähr 10 Jahren wird der erste Äther mit allem, was aus dieser Materie besteht, eine wissenschaftlich anerkannte Tatsache sein; mit Intuition begabte Wissenschaftler werden die Devas dieser Ebene erstmals wahrnehmen. Menschen, die unter diesem Strahl zur Inkarnation kommen, werden Augen haben, die ein neues Sehvermögen besitzen, das ihnen ermöglicht, die purpurnen Devas und die niederen Devas der Ätherwelt zu erschauen.

Zweitens, wenn der Avatar, den Engel und Menschen erwarten, unter uns auf diesem physischen Erdengrund erscheinen wird, wird er nicht nur einige der grossen Seelen und Meister mit sich bringen, er wird auch eine Anzahl von grossen Devas (Engel) um sich geschart haben, die für die Entwicklung der niederen Devas die gleiche Erziehungsarbeit durchführen, wie die Meister es für die Menschen tun. Man darf nicht übersehen, dass die Evolution des Menschen nur eine von vielen ist; die jetzige Zeit ist auch für die Devas eine Krisenzeit.

Sie sind aufgerufen worden, der Menschheit näher zu kommen und - mit ihrer höheren Vibration und ihrem überlegenen Wissen - ihre Kräfte mit denen der Menschheit zu vereinen, um so den Fortschritt beider Evolutionen zu fördern. Devas besitzen ein reiches Wissen über Farben und Töne, und sie haben einen Einfluss auf die ätherischen Körper von Menschen und von Tieren. Wenn man das, was sie uns geben können, erfasst haben wird, dann werden körperliche Krankheiten verschwinden und es wird sich das Hauptinteresse auf diejenigen Gebrechen richten, die den astralen- oder Gefühlskörper befallen.

Diese violetten Devas der vier Ätherbereiche bilden bekanntlich vier grosse Gruppen mit sieben Unterabteilungen. Diese vier Gruppen suchen die vier Menschentypen, die jetzt inkarniert sind, zu beeinflussen; es ist eine unumstössliche Tatsache, dass in der jetzigen Evolutionsrunde niemals mehr als vier Typen von Menschen in Inkarnation sind.

Stets dominieren vier Strahlen in jeder Periode und einer davon ist stärker als die restlichen drei.
Das will besagen, dass nur vier Strahlen auf diese physische Welt Einfluss haben; auf  der Seelenebene wirken natürlich alle sieben Strahlenarten. Die Zahl vier findet sich überall, die vier Kasten in Indien haben z.B. hier ihre Wurzel. Die vier Gruppen von Devas sind eine Schar von Helfern des himmlischen Vaters und es ist ihre besondere Aufgabe, mit den Menschen in Verbindung zu treten und ihnen ganz bestimmte und experimentelle Anleitungen zu geben.

Sie werden Instruktionen über die Wirkungen von Farben als Therapie für Krankheiten geben, besonders über die Anwendung von violettem Licht zur Bekämpfung menschlicher Leiden und zur Heilung von solchen Krankheiten, die ihre Wurzel im ätherischen Körper (dem Gegenstück des physischen Körpers) haben.

Sie werden den Menschen lehren, die ätherische Welt zu sehen, und sie werden dies in der Weise tun, dass sie die menschlich Schwingungsfrequenz durch Übertragung ihrer eigenen Vibration erhöhen.

Sie werden den materialistischen Denkern beweisen, dass es überbewusste Zustände - nicht allein übermenschliche - gibt, und sie werden die bisher nicht bekannte Tatsache beweisen, dass hier auf Erden ausser den Menschen auch noch andere Wesen ihre Heimat haben.

Sie werden ferner lehren, wie Töne zu produzieren sind, die den Schattierungen von violett entsprechen; diese fein abgestuften Tonklänge werden den Menschen befähigen, sich die ätherische Substanz so dienstbar zu machen, wie er heute irdische Materie für verschiedene Zwecke verwendet.

Sie werden den Menschen instand setzen, die Äthersubstanzen so zu beherrschen, dass das Gesetz der Schwere für sie eine Wandlung erfährt; die Fortbewegung wird intensiver und schneller sein, mehr dahingleitend und weniger geräuschvoll, und daher weniger ermüdend. Durch Beherrschung der ätherischen Bereiche werden die Strapazen verringert, der Verkehr wird beschleunigt und die Zeit besser ausgenützt. Solange nicht diese Prophezeiung zum bewussten Erlebnis wird, wird diese Eröffnung dunkel bleiben.

Sie werden ferner den Menschen die richtige Ernährung des Körpers sowie das lehren, wie man von dem umgebenden Äther die notwendige Nahrung gewinnen kann. Man wird in Zukunft mehr Gewicht auf einen vollwertigen ätherischen Körper legen als auf den organischen Körper, denn dieser wird dann automatisch in richtiger [125] Weise funktionieren.

Sie werden die Menschen in ihrer Gesamtheit, nicht als Einzelindividuen, befähigen, ihr Bewusstsein so zu erweitern, dass sie auch das Übersinnliche erfassen können. Man halte sich dabei stets vor Augen, dass dies alles dadurch ermöglicht wird, dass das unsichtbare Netzgewebe, das die physische Ebene von der astralen trennt, von den Wissenschaftlern entdeckt und dessen Zweck schliesslich verstanden werden wird. Zugleich mit dieser Entdeckung wird sich die Fähigkeit einstellen, das astrale Gewebe zu durchdringen und auf diese Weise eine bewusste Verbindung mit dem Astralkörper des Menschen herzustellen.

Was wird sich sonst noch ereignen und wie sollen diese Devas erforscht werden?

Während der nächsten 15 Jahre werden die Menschen - oft unbewusst - immer mehr Aufschlüsse erhalten, die von jenen Devas ausgehen, mit denen sie verbunden sind. Das wird fürs erste auf telepathischem Weg geschehen. Ärzte bekommen schon heute viele Aufschlüsse durch gewisse Devas. Es gibt zwei grosse Devas, die zu der grünen Gruppe auf den mentalen Ebenen gehören, welche diese Unterweisungen fördern; manche Ärzte erhalten viel innere Hilfe von einem violetten Deva, der auf der atomischen Unterebene der physischen Ebene tätig ist und von einem Deva der Kausalebene unterstützt wird, der die Egos der Ärzte beeinflusst. Je mehr die Menschen lernen, diese Devas zu verspüren und zu erkennen, umso reichere Belehrungen werden sie empfangen. Die Devas belehren auf dreierlei Art:

a. auf telepathischem Weg durch intuitive Beeindruckung;

b. durch Entfaltung von Farben als äusseres Zeichen der Zustimmung, dass der eingeschlagene Weg der richtige ist;
c. durch besondere musikalische Töne und Klänge, die in den Ätherwellen Schwingungen verursachen, die dann ihrerseits Gedankenformen produzieren.