Yoga-Lebensführung

Einfache Regeln für die Lebensführung

-     Die erste Regel ist Freundlichkeit, d.h. Freundlichkeit gegenüber Gleichen.

-     Beziehung mit den Menschen um uns herum herstellen

-     Respekt und Verehrung gegenüber den Weisen

-     Mitgefühl gegenüber jenen, die nicht wissen

-     Wir sollten uns nicht mit Menschen einlassen, die schlecht handeln.

Von Menschen, die sich der Gesellschaft gegenüber unsozial verhalten,
die gegen die Gesetze der Gesellschaft verstoßen oder deren
Handlungen an Kriminalität grenzen, sollte man sich fernhalten.

Weitere Tugenden von Patanjali

Um in der Meditation weitere Fortschritte zu erzielen, gibt Patanjali weitere zwei Einheiten mit je 5 Prinzipien

-    Das erste Prinzip ist die Harmlosigkeit. Harmlosigkeit ist die große Tugend, die von Buddha verkündet wurde. Patanjali, der vor 10.000 Jahren lebte, gibt Harmlosigkeit gegenüber jedem Lebewesen als das oberste Prinzip des Lebens an. Buddha sprach davon 500 Jahre vor Christus und Pythagoras 300 Jahre vor Christus. Harmlosigkeit ist eine große Tugend für all jene, die dem Yogapfad folgen. Es bedeutet, andere nicht zu verletzen. Es ist ein Naturgesetz, dass alles wieder zu einem zurückkommt. Eure Taten guten Willens bringen guten Willen zurück.

-    Übereinstimmung von Gedanken, Sprache und Handlung
Was man innerlich denkt und was man ausspricht sollte übereinstimmen. Patanjali gibt eine einfache Lehre hinsichtlich der Sprache. Sie lautet:
- Sprich die Wahrheit und sprich sie angenehm aus
- Sprich die Wahrheit nicht auf unangenehme Weise aus
- Sprich die Unwahrheit nicht angenehm aus
-    Unterbinden des Instinktes zu stehlen
Stehlen bezieht sich nicht nur auf das rein physische Stehlen. Es gibt auch das intellektuelle und emotionelle Stehlen. Es gibt Stehlen auf der wirtschaftlichen Ebene. Heute besteht die Geschäftswelt zum großen Teil aus Diebstahl. Das Angebot sollte sich an der Nachfrage orientieren. Aber heutzutage erschafft die Geschäftswelt die Nachfrage und liefert das Angebot dazu. Die gesamte Geschichte der Menschheit besteht aus Stehlen, Stehlen und nochmals Stehlen.

-    Erweise anderen Menschen Gefallen, aber nehme nicht so viele Gefälligkeiten an, so dass du nicht gebunden wirst, sondern dich weiter entfalten kannst.
Biete deinen Mitmenschen Hilfe an, damit sie auch dir helfen. Entsprechend heißt es, biete auch den Devas an, damit du von den Devas erhältst. Je mehr man die Neigung in sich entwickelt, andern zu geben oder mit anderen zu teilen, desto mehr bewegen sich eure Energien nach oben.

-    Anziehungskraft zwischen der männlichen und weiblichen Energie.
Es ist dieselbe Energie, die für die Aufwärtsbewegung des Menschen notwendig ist. Daher empfiehlt er eine gemäßigte
Ausübung der Sexualität. Unterdrückt sie nicht, weil sie sonst zu einem Tornado-Effekt führen kann, aber seid auch nicht ausschweifend. Auf beiden Seiten führt dies zu Problemen.